2080 – Kapitel 3 – Teil 1 (mit Autorenkommentar)

Achtung SPOILER. (Wenn ihr Kapitel 3 noch nicht kennt, erst hören, dann lesen!)

Ab Kapitel 3 wird es politisch. Wir erfahren, dass Professor Albert Kringler an so etwas mit dem Namen Madrider Vertrag mitgearbeitet hat und mit seinem Rücktritt gedroht hat.

Wir erfahren auch mehr über die „modernen“ Städte. Es gibt neue und alte Teile der Ruhrstadt. Es teilt sich auf in arm und reich. Alter Asphalt, neuer Asphalt. Die Städte des Ruhrgebiets wurden (vielleicht aus Kosten und Effizienzdruck?) zusammengelegt. Es gibt also kein Dortmund, Bochum, Duisburg oder Essen mehr. In 2080 sind dies Stadtteile der Ruhrstadt. Daher auch Ruhrstadt-Bochum. Ist das realistisch, denkbar? In 2080 ist es jedenfalls Realität, ebenso wie die Koexistenz von selbstfahrenden und selbst gefahrenen Autos.

Mit der Natur scheint es nicht mehr so gut bestellt zu sein. Der Regen ist gesundheitsgefährdend und greift sogar auf Dauer die alten Autolacke an. Vielleicht immer, oder vielleicht ist es nur ein besonders giftiger Tag, den Ulf erwischt hat. Es würde zu seinem Tag passen, der nicht besser zu werden scheint, als er auf dem Weg zu jenem Informanten ist, der ihm mehr über das Verschwinden des Professors verraten will.

Wir haben 2080 bewusst auf mehreren Ebenen angelegt. Wir wollten mehr als nur eine spannende Story erzählen. In 2080 fließen unsere (meistens bewusst düster angelegten) Gedanken zu einer Zukunft ein, in der die Gesellschaft sich nicht unbedingt überall zum besseren weiterentwickelt hat. Sei es Politik, Technik oder auch gesellschaftliche Zusammenhänge. Eine Politik, die eher auf die Realitäten reagieren musste (Zusammenlegung von Städten), eine Technik, die sich ohne besondere Regulierung weiterentwickelt hat (Roboter ersetzen Menschen mit der Folge einer Massenarbeitslosigkeit). Die Menschen kriegen „ihr Geld“ und werden vom Staat mehr oder weniger allein gelassen. Die Gesellschaft von 2080 scheint besonders zweigeteilt. Jene, die sich einen Communicator leisten können (wie Ulf) und solche, die scheinbar von allen Kommunikationsmitteln abgeschnitten sind und nur zusehen können, wie die Gesellschaft weiter voranschreitet. Ohne sie.

Es hat sich eine Parallel-Gesellschaft gebildet. In Kapitel 3 Teil 1 trifft Ulf dann den ersten Vertreter dieser Gesellschaft. Einen, den wir heute als Obdachlosen bezeichnen würden, der mit seinem Einkaufswagen durch die Ruhrstadt zieht. Siggi. Aber ist Siggi wirklich nur ein harmloser Unbefugter? Findet es heraus in den folgenden Kapiteln.

 

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